EMPÖRT EUCH!

UPDATE 3.7.2015

Im März dieses Jahres, pünktlich zwei Jahre nach Einreichen der ersten ca. 100.000 Unterschriften, wurde die Petition abgelehnt. Die Enttäuschung bei allen Beteiligten kann man nachvollziehen.

Hier ein Link zu einem Zeitschriftenartikel, der eine recht gute Zusammenfassung des Ganzen gibt (via Facebook, öffentlich einsehbar): https://www.facebook.com/pflege.am.boden/photos/p.1626958387550405/1626958387550405/?type=1&theater

Die Homepage wurde zum 30.6.15 vom Netz genommen. Einige wenige Dokumente finden sich noch online, so z.B. der Link zur Petition hier:

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2012/_11/_12/Petition_37780.nc.html

sowie die Anhörung im März 13 (Bundestag) hier:

http://www.bundestag.de/mediathek/?action=search&ids=2219505&instance=m187&mask=search&contentArea=details

UPDATE 12.3.2013:
Die Tagung des Petitionsausschusses ist vorbei. Frau Kleischmantat hat mit Herz, Witz und Charme für eine Verbesserung der Pflegebedingungen gekämpft. Alles wird gut.

Oder nicht?

Schaut euch, sofern noch nicht geschehen, die Aufzeichnung der Sitzung an (siehe unten, Update 10.3.). Lasst euch die unverfrorenen Behauptungen einiger Abgeordneter auf der Zunge zergehen.

Empört euch!

Aber belasst es nicht dabei. Wer noch nicht unterschrieben hat, kann – und sollte! – dies jetzt endlich tun. Druckt die Listen aus, die ihr auf der Homepage findet. Legt sie in Geschäften aus, stellt euch damit an die Fußgängerzonen eurer Stadt, erzählt Freunden, Verwandten, Arbeitskollegen davon. Nutzt Twitter, Facebook, WordPress usw., um die Bürgerinitiative noch bekannter zu machen.

Ein Abgeordneter fragte in der Sitzung perplex, wie Frau Kleischmantat es geschafft habe, in so kurzer Zeit so viele Unterzeichner zu finden. Offenbar kommt das nicht oft vor. Und es beunruhigt gewisse Leute – zu Recht!

Zeigt ihnen, wo es lang geht! Von allein kommen sie nicht drauf.

WORUM GEHTS?

Nicht, dass ihr später, alt und hinfällig, nicht mehr in der Lage, auch nur den kleinen Finger allein zu rühren, sagt: „Ach hätte ich doch… Damals…“

Damals ist heute. Heute ist morgen. Morgen schon können wir nicht mehr alleine aufstehen. Uns alleine anziehen. Alleine essen.

Dann hoffen wir, dass uns jemand hilft.

Auszug aus der Petition Rosenblätter im Irrgarten:

„Mit der Petition werden die Personalvorgaben in den Landesrahmenverträgen nach § 75 SGB XI als unzureichend kritisiert.

Ferner wird die Offenlegung der Jahresabschlüsse, Gewinn- und Verlustrechnungen aller Pflegeheime und ambulanten Dienste gefordert.

Die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz sollen im Pflegebedürftigkeitsbegriff des SGB XI ganzheitlich berücksichtigt werden.

Pflegende Angehörige müssen durch den Ausbau ambulanter und bedarfsgerechter Infrastruktur unterstützt werden.“
Deine Stimme fehlt.

http://www.rosenblaetter-im-irrgarten.de/

UPDATE 10.3.2013:
Interessierte können die Bundestagssitzung live im Internet verfolgen. Später kommt sie ins Archiv und kann dort angeschaut werden.

Links:

Parlamentsfernsehen – live

Parlamentsfernsehen – schon beendete Ausschusssitzungen (Gehe zu: 11.3. – Altenpflege – Abgabepflicht an Künstlersozialkasse – Altersversorgung von Berufssoldaten. Öffentliche Sitzung des Petitionsausschusses)

UPDATE 31.1.2013:

ÖFFENTLICHE SITZUNG im Bundestag am 11.3.2013

Voranmeldung erforderlich. Näheres siehe Homepage Rosenblätter.  Bis dahin: Weiter sammeln, weiter unterzeichnen! Deine Stimme zählt!

UPDATE 10.1.2013:

Die Zeichnungsfrist ist beendet. Summa summarum haben rund 98.000 Menschen unterzeichnet. Bis zur öffentlichen Sitzung im Bundestag sammeln die Rosenblätter weiter! Der Petition kann durch weitere Mitzeichner mehr Gewicht verliehen werden.

6 Antworten zu EMPÖRT EUCH!

  1. stellinchen schreibt:

    Meine Stimme fehlt nicht 🙂

  2. evelyne w. schreibt:

    tolle aktion!
    ich persönlich habe an sich sehr gute erfahrung mit den pflegeplätzen, die wir für unsere angehörigen in anspruch nehmen oder nahmen. aber ich weiß, es gibt auch ganz anderes.
    schlimm finde ich auch, dass durch die schwarzen schafe ein ganzer berufsstand, der prinzipiell von engagierten und liebevollen menschen getragen wird, in misskredit kommt.
    und solche aktionen können da vielleicht ebenfalls ein bisschen „reparieren“.

  3. stellinchen schreibt:

    Interessiert dich so etwas?
    Bestimmt, dachte ich mir:
    “ [Beschreibung]

    Lieber Kollege, liebe Kollegin, liebe Pflegebedürftige, Pflegende Angehörige und alle die etwas zum Gesundheitssystem zu sagen haben

    wir wollen am 01.03.2014 einen Brief an Frau Merkel abschicken, um auf unsere momentane Situation in der Pflege aufmerksam zu machen.

    So erhoffen wir, dass wir doch etwas Aufmerksamkeit bekommen und wir nicht nur öffentlich unser „Problemkind Pflege“ ansprechen.

    Hierzu habe ich ein Musterbrief ausgearbeitet, damit der Einstieg eventuell etwas leichter fällt.

    Ihr könnt den unten stehenden Brief entweder so übernehmen oder ihr schreibt selbst einen mit Euren Erlebnissen in der Pflege.

    Wichtig ist der gemeinsame Einwurftermin, am 01.03.2014, im gelben Briefkasten der Deutschen Post.

    Macht mit und lasst den Briefkasten im Kanzleramt überquellen

    P.S.: Telefonnummer und E-Mailadresse findet Ihr hier

    https://www.bundeskanzlerin.de/Webs/BKin/DE/Service/Kontakt/kontakt_node.html

    Vorname, Nachname
    Straße und Hausnummer
    Postleitzahl und Ort

    Bundeskanzleramt
    Bundeskanzlerin
    Angela Merkel
    Willy-Brandt-Straße 1
    10557 Berlin Datum

    Betreff: Pflege Aktivisten/ Veränderungen in allen sozialen Bereichen

    Sehr geehrte Frau Merkel,

    kennen Sie Ihre Worte noch?

    „Pflegekräfte haben einen härteren Job als ich“
    „Pflegekräfte sind die stillen Helden in Deutschland“

    Das Fr. Merkel, waren Ihre Worte im Wahlkampf 2013 zur Pflegesituation in Deutschland.

    Mehr, als diese zwei Sätze, waren wir Ihnen damals nicht wert und werden wir es wohl auch die nächsten Jahre nicht sein, bis es wieder Wahlen gibt.

    Aber NEIN Fr. Merkel, wir sind nicht mehr still.

    Ich will Ihnen nun auch mitteilen, warum wir nicht mehr still sind.

    In der Pflege ist es nicht mehr 5 vor 12, wie oft geschrieben und zitiert, 5 vor 12 war es vor 7 Jahren nun haben wir bereits 18 Uhr überschritten.

    Die Pflege in Deutschland ist ein Trümmerland geworden.

    Unterversorgte Patienten in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen und in der ambulanten Versorgung.

    Die Unterversorgung dieser Patienten endet oftmals tödlich.

    Blutige Entlassungen aus den Krankenhäusern dank eines Abrechnungssystem ( DRGs ) das jeder Beschreibung spottet.

    Pflegepersonal wird in den Kliniken abgebaut, um Gewinne zu maximieren.

    Pflegepersonal wird geoutsourct, über Tochterfirmen zu niedrigeren Gehältern wieder eingestellt, für was wohl? Für die Gewinnmaximierung.

    Heimisches Pflegepersonal verlässt fluchtartig die deutsche Pflegelandschaft und arbeiten in den skandinavischen Ländern, der Schweiz, Luxemburg usw.

    Seit Jahren wird versucht jenseits der EU Grenzen Pflegepersonal zu finden die hier arbeiten wollen, jedoch flüchten auch diese Menschen wieder in ihre Heimat.

    Der schlechte Ruf des deutschen Pflegesystems hat sich längst in die hintersten Ecken unseres Planeten rumgesprochen.

    Aber Nein, immer noch glauben die verantwortlichen Politiker dies sei der Weg um die aktuellen und noch kommenden Probleme lösen zu können.

    Welch irre Gedanken reiten eigentlich einen Politiker?

    Statt hier die Verhältnisse der Pflege endlich nachhaltig zu verbessern, wird seit Jahren nur Flickschusterei betrieben.

    Die Kettenbetreiber der Pflege maximieren ihr Gewinne in Millionenhöhe, lassen diese Gelder aber nicht mehr in die Pflege zurückfließen um die Pflegesituation zu verbessern.

    Im Gegenteil es wird weiter gespart und ausgepresst, und Sie Frau Merkel sehen dabei zu und sagen NICHTS.

    Auch bei den pflegenden Angehörigen ist die Situation en reines Desaster.

    Wer heute seinen Angehörigen pflegt, muss damit rechnen ein Harz 4 Fall zu werden.

    So gut wie keinerlei staatliche Unterstützung außer einer Aufwandentschädigung in Form eines lächerlichen Pflegegeldes.

    Schämen Sie sich eigentlich nicht Frau Merkel?

    Schämen Sie sich nicht wie in diesem reichen Land mit Pflegebedürftigen, deren Angehörigen und dem Pflegepersonal umgegangen wird?

    Politik ist nicht nur 14 tägig Europa zu retten, anderen Staaten vorzuschreiben wie sie mit ihren Geldern umzugehen haben.

    Politik beginnt in der Innenpolitik, und auch die Pflege, bzw. das gesamte Gesundheitssystem ist ein Innenpolitisches Thema, um das Sie sich schleunigst kümmern sollten.

    Wie ich Ihnen oben schon gesagt habe, wir wollen und werden keine stillen Helden mehr sein und werden unseren Mund auch nicht mehr halten.

    Wir fordern von Ihnen:
    – Einen festen Personalschlüssel zur Betreuung von Kranken und keine Akkordtätigkeit mehr (Christliche Nächstenliebe)
    – Die Pflegesituation in Deutschland sofort zur Chefsache zu machen.
    – Ein Verbot weiterer Privatisierung von Krankenhäusern und Pflegeheimen
    – Rückführung privatisierter Krankenhäuser und Pflegeheimen in staatliche Hand
    – Eine grundsätzliche Reform des gesamten Gesundheitssytems im Sinne der Bürgerinnen und Bürger und nicht im Sinne der privaten (Versicherungs)-Wirtschaft

    Bitte handeln Sie schnell Frau Bundeskanzlerin.

    Sie haben die Verantwortung für alle Menschen die in diesem Land leben, und nicht nur Verantwortung für einige wenige die auf unsere Kosten ihre Taschen vollmachen.

    Und ich möchte von Ihnen auch keine vorgefertigte Antwort bekommen, indem Sie oder Ihre Mitarbeiter auf den tollen Koalitionsvertrag verweisen mit Auszügen aus dem Koalitionsvertrag.

    Und bitte auch keine Aufstellung der letztjährigen Tätigkeiten Ihrer Regierungspolitik im Bereich des Gesundheitssystems.

    Diese Tätigkeiten und Beschlüsse kenne ich alle auswendig und haben die Situation jedes mal nur weiter verschärft statt entlastet.

    Wir wollen endlich Taten für die Menschen in diesem Land sehen.

    Mit freundlichen Grüßen“

  4. rippenhengste schreibt:

    Leider habe ich erst heute diesen Blog entdeckt.
    Nach 25 Jahren Altenpflege (Vollzeit) und mittlerweile nebenberuflich zu betreuenden Eltern besteht mein Leben nur nur aus Arbeit, schlafen und gelegentlicher Nahrungszufuhr.

    Du sprichst mir aus der Seele.

    Hat Madam Merkel darauf reagiert ?

    • snoopylife schreibt:

      Hallo, rippenhengste, entschuldige bitte meine späte Antwort, ich habe mir eine kleine Auszeit vom Bloggen gegönnt. Dass Frau Merkel in irgendeiner Form reagiert hätte, es wurden ja viele Briefe abgeschickt, ist mir nicht bekannt.

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