Wir-Gefühl

Auf einer noch zu erstellenden „Geht gar nicht“ – Liste für die Arbeit mit dementen Menschen sollte ganz oben die Benutzung der „Wir“-Form stehen.

Wir kennen das aus der Schule. Bestimmt ist uns als Kind aufgefallen, wie blöd das ist, wenn die Lehrerin vorn so was sagt wie: „Heute lernen wir…“ Sollte sie als Lehrerin nicht alles schon vorher wissen? Nun, als Kind trauen wir uns ja eher nicht, die betreffende Person darauf anzusprechen. Als Bewohner sind wir da weniger heikel.

Pflegekraft: „Gehen wir mal ins Bad, ja?“

Bewohnerin: „Wer?“

PK: „Na wir, also Sie und ich!“

Bew, entsetzt: „Und da haben wir nur eine Badewanne?“

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Über snoopylife

Gar nichts.
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2 Antworten zu Wir-Gefühl

  1. Himmelhoch schreibt:

    Noch schlimmer ist es doch noch in Krankenhäusern bei der Visite. Der Chefarzt fragt: „Na, wie geht es uns denn heute?“ – Patient: „Wie es ihnen geht, weiß ich nicht, aber mir geht es besch….“ Das ist wohl im Sprachgebrauch so drin wie das „man“

  2. Sofasophia schreibt:

    in dem fall wars aber nicht mal soo verkehrt, das wir, weil doch die pk mitgeht. oder?
    aber wenn sie sagt: wir essen jetzt diese gabel voll salat oder wir trinken diesen becher tee, krieg ich gänsehaut …

    eine art grenzüberschreitung der sehr subtilen art.

    gut, dass du das erwähnst!

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