Fenstersprung

„Hilfe!“

Die Pflegekraft hört leise ein Rufen. Sie läuft die Zimmer ab. Im Zimmer von Herrn X, der noch vor kurzem den Mittagsschlaf auf seinem Bett hielt – niemand. Herr X ist suizidgefährdet, also beschleunigen, raus und suchen.

PK hört auf dem Gang erneut, leise, das Rufen.

„So helf mir doch endlich ma jemand! Hallo!“

Es kommt aus dem Zimmer des Herrn X, eindeutig. Aber wo ist er?

PK wieder rein. Unterdrückt den Impuls, in den Schrank zu schauen. Ein extra Bad hat dieses Zimmer nicht. Aber – oha! einen Balkon! Die Zugangstür ist aber ordnungsgemäß verschlossen, um zu verhindern, dass Herr X unbeaufsichtigt auf den Balkon geht – und vielleicht von dort runter springt.

PK schaut kurz zum offenen Fenster raus. Stuhl, Tisch, alles leer.

„Hilfe!!!“

Dennoch klingt der Ruf jetzt näher.

Sogar sehr viel näher. Kommt von unten…

PK steckt den Kopf noch weiter hinaus und tatsächlich, da liegt er. Auf dem Balkon, einen halben Meter unterm Fenster.

„Herr X, was machen Sie denn da???“

„Ick wollte ausm Fenster springen! Nu hilf ma doch endlich mal, ick komm hier nich hoch!“

Bis auf eine Schürfwunde hat Herr X übrigens keine Verletzungen davon getragen.

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