Des Kaisers neue Socken

„Frau Y, bitte mal die Socken anziehen! Die sind schön warm!“

„Ja, die hat mir der Kaiser gebracht!“

„Tatsächlich? Is ja’nDing!“

„Ja… Oder der König… Ich weiß nicht. Was haben wir denn jetzt? Kaiser oder König?“

„Na wenn schon, denn Bundespräsident…“

„Ach! Da könnse mal sehen, wie UNINFORMIERT ich bin!“

Geboren ist die Dame übrigens in den Goldenen Zwanzigern. Da hatte selbst Deutschland keinen Kaiser mehr.

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Über snoopylife

Gar nichts.
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4 Antworten zu Des Kaisers neue Socken

  1. zackenbarsch11 schreibt:

    Reblogged this on zackenbarsch11 und kommentierte:
    Mir ist mal in der Eile was runtergefallen, und ich fluchte:“Verdammt Scheiße, das auch noch!“ohne zu registrieren, daß direkt vor mir mehrere Patienten(Menschen) saßen.Ich:“Sorry, das wollte…““Ach, sie haben doch Recht!“Einer stand sogar auf, um mir zu helfen. Meine Wut war verraucht, ich selber völlig entspannt.

    • snoopylife schreibt:

      Jaaa, so geht das öfter. Einer der Klassiker ist ja: „Frau X, wollen Sie noch essen oder sind Sie satt?“ – „Ach nee, nehmen Sie ruhig1 Haben SIE denn schon gegessen? Nehmen Sie nur davon…“ Herzerwärmend, jedes Mal. Meine Standardantwort: ich hätte gerade ganz viel gegessen und wäre pappsatt… Muss dann immer laut sprechen, um mein Magenknurren zu übertönen 🙂

    • zackenbarsch11 schreibt:

      Ich hab drei Jahre auf einer Demenzstation geschafft. Als ich endlich begriff, daß ich nur noch Schaden genommen habe, habe ich den Arbeitgeber und auch die Disziplin gewechselt. Das Fatale ist ja, daß man den Menschen hinter der Krankheit kennen lernen möchte, einem aber immer die Zeit davon läuft.

    • snoopylife schreibt:

      Ja, die Zeit… Mit mehr Zeit, auch für die Arbeit, würde so manche belastende Situation gar nicht erst entstehen. Aber das wird in den Heimen immer ein Problem bleiben. Schon aufgrund der Tatsache, dass es geregelte Abläufe gibt, die die Individualität eines jeden beschneiden, seien es die Senioren, seien es die Pflegekräfte, oder auch – last not least – die Angehörigen. Ich habe mich übrigens irgendwann, auch aus Selbstschutz, dafür entschieden, die Menschen so zu nehmen, wie sie in der betreffenden Situation sind. Wie sie „eigentlich“ sind, oder vielleicht früher mal waren, ist für mich zweitrangig und aufgrund der Demenz eh nicht mehr nachzuvollziehen. Damit hoffe ich noch lange durchzukommen, denn die Arbeit ist schon sehr belastend, aber äußerst interessant!

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